Hausapotheke - Darauf solltest Du achten

 
Eine gut sortierte Hausapotheke darf in keinem Haushalt fehlen. Nachfolgend findest Du Tipps für die richtige Lagerung Deiner Medikamente, den passenden Standort – und wir erklären auch, welche Präparate es besonders gründlich auf ihre Haltbarkeit zu kontrollieren gilt.

Der richtige Ort für Deine Hausapotheke 

Zunächst ist es wichtig, einen geeigneten Ort für die Hausapotheke zu wählen. Dies ist ein entscheidender Faktor für die Haltbarkeit und Sicherheit der Medikamente. 

Auch wenn viele es (fälschlicherweise) so machen: In die Küche oder ins Badezimmer gehört die Hausapotheke nicht. Beim Kochen und Spülen sowie auch beim Duschen und Baden entsteht Feuchtigkeit, die von den Medikamenten aufgenommen werden kann. Im schlimmsten Fall werden diese dadurch unbrauchbar. 

Trocken und kühl, das sind die zwei wichtigsten Eigenschaften für den Standort Deiner Hausapotheke. Der Hausflur könnte beispielsweise ein passender Ort sein, ebenso ein Schrank im Schlafzimmer.

Achte weiterhin unbedingt darauf, Deine Medikamente außerhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren. Der Platz sollte verschließbar und ausreichend hoch gelegen sein.

Richtige Lagerung von Medikamenten – so geht’s 

Nachdem also ein trockener, lichtgeschützter und kindersicherer Platz gefunden wurde, kann die Hausapotheke eingeräumt werden. Doch auch hier gibt es Dinge zu beachten. Im Folgenden ein Überblick: 

  • Medikamente lagert man am besten immer in ihrer Originalverpackung, inklusive Packungsbeilage. So hast Du alle wichtigen Informationen zu den Arzneimitteln zur Hand – und läufst auch nicht etwa Gefahr, ein falsches Medikament mit dem gesuchten zu verwechseln.
  • Bei Anbruch von z. B. Tropfflaschen und von anderen Medikamenten, die nicht einzeln verpackt sind, bitte das Datum der ersten Anwendung schriftlich auf der Verpackung vermerken. Besonders wichtig ist das bei Augentropfen, da solche Mittel nach Anbruch nur begrenzt haltbar sind. Was viele nicht wissen: Abgelaufene Augentropfen können schwere Infektionen auslösen und diese schlimmstenfalls die Sehkraft bedrohen.
  • Bestimmte Medikamente am besten direkt entsorgen, wenn die Behandlung damit abgeschlossen ist. Beispielsweise Nasensprays und Augentropfen oder -salben. Diese bieten einen idealen Nährboden für Bakterien, sodass auch hier die Gefahr einer Infektion besteht.
  • Alkohol konserviert, das mag in gewissem Maße stimmen. Dennoch sollten Präparate, die Alkohol enthalten – dies gilt meist für Flüssigmedikamente –, nach Anbruch auf keinen Fall länger gelagert werden als auf der Packungsbeilage angegeben. Durch das Verdunsten des Alkohols nach einer gewissen Zeit kann sich die Wirkung der Arzneien verändern. Auch deshalb bitte darauf achten, dass alkoholhaltige Mittel stets gut verschlossen sind. Offene Flaschen und dadurch eintretende Luft würden der Verdunstungsprozess beschleunigen. 

Zweimal jährlich einen Hausapotheken-Check durchführen

Mindestens zweimal im Jahr solltest Du Deine Hausapotheke gründlich überprüfen. Siehe nach, ob Medikamente abgelaufen oder beschädigt sind. Sortiere diese gegebenenfalls aus. Bei Verbandsmaterial bitte darauf achten, dass es stets staub- und schmutzfrei ist. Ansonsten könnten durch die Anwendung Wunden verunreinigt werden.  

Wohin nun mit den aussortierten Medikamenten, fragst Du Dich? Eigentlich einfach, wenn auch nicht für ganz Deutschland einheitlich geregelt. Je nach Kommune sind die Bürger:innen aufgefordert, ausgediente oder abgelaufene Mittel im Restmüll zu entsorgen, welcher verbrannt wird. Andernorts gehört der „Arzneimüll“ auf den Recyclinghof, gegebenenfalls mit Zwischenschritt über ein Schadstoffmobil. Wie es in Deinem Wohnort geregelt ist, erfährst Du auf der Website des  Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (Link: https://www.bmu.de/richtigentsorgenwirkt/wie-werden-arzneimittel-richtig-entsorgt/).

Was genau Deine Hausapotheke beinhalten sollte, haben wie hier in Form einer Checkliste für Dich zusammengestellt. Übrigens ist es neben der üblichen Hausapotheke für Erwachsene auch sinnvoll, eine weitere mit speziellen Medikamenten für Ihre Kinder zu haben. Informationen dazu finden Sie hier.